Camper einwintern: Checkliste für Wohnmobil, Camper Van und Urban Camper

In 6 Schritten vom letzten Roadtrip zur Winterruhe für deinen Camper

Kurz gesagt: Zum Einwintern deines Campers leerst du das Wassersystem komplett, räumst Lebensmittel und Textilien aus, klemmst die Batterien ab, wäschst dein Fahrzeug und schützt es mit einer atmungsaktiven Plane oder in einem Unterstand. Dazu sorgst du für etwas Belüftung. So startest du im Frühjahr ohne Überraschungen.

Von Nina Hitz, Junior Online Marketing Manager bei CROSSCAMP
Zuletzt aktualisiert: 29.10.2026


Der letzte Roadtrip des Jahres ist (bald) im Kasten. Jetzt braucht dein CROSSCAMP seine Winterpause, egal ob Urban Camper, Camper Van oder Wohnmobil.

Mit den richtigen Handgriffen sprengt kein Frost deine Leitungen, kein Schimmel macht sich breit und im Frühjahr gehört die Straße sofort wieder dir. Hier ist die Checkliste von deiner CROSSCAMP Expertin Nina.

Ein letzter Ausflug vor der Winterpause

Der Herbst bringt oft noch herrliche Tage mit sich – ideal für einen letzten Roadtrip. Die Natur leuchtet in satten Farben und die klare Herbstluft lädt dazu ein, noch einmal durchzuatmen, bevor der erste Frost kommt.

Dieser letzte Ausflug bietet nicht nur die Chance, das Jahr gebührend abzuschließen, sondern ist auch die perfekte Gelegenheit, im Kopf schon einmal durchzugehen, wie du deinen Camper auf die kalten Monate vorbereiten möchtest. Denn wenn der Winter erst da ist, möchtest du sicher sein, dass dein geliebtes Fahrzeug bestens geschützt ist. Vorbereitung ist das A und O!

Ein wenig Aufwand beim Einwintern deines CROSSCAMP zahlt sich aus.

Camper winterfest machen in 6 Schritten

Damit dein Camping-Fahrzeug den Winter unbeschadet übersteht und du im Frühjahr ohne böse Überraschungen starten kannst, solltest du folgende Schritte beachten:

 

1. Wassersystem entleeren: So schützt du Leitungen vor Frost

Nichts ist ärgerlicher als Frostschäden in den Leitungen oder Tanks.

  • Frisch- und Abwassertanks leeren: Öffne alle Wasserhähne und lasse das Wasser vollständig ablaufen. Stelle sicher, dass auch die Wasserpumpe leerläuft. Lasse die Wasserhähne und Wassertankentleerung am besten direkt einige Tage geöffnet, so dass beim Fahren auch die letzten Wasserreste abfließen.
  • Leitungen durchspülen: Nutze Druckluft oder spezielle Pumpen, um Restwasser zu entfernen. Damit bist du auf der sicheren Seite, dass keine Leitungen platzen.
  • Toilette nicht vergessen: Der Fäkalientank sollte gründlich geleert und gereinigt werden. Welches Frostschutzmittel du im System verwenden darfst, steht in der Betriebsanleitung deines Fahrzeugs.
     

2. Innenraum ausräumen und reinigen: So bleibt Schimmel draußen

Ein sauberer Camper ist der beste Start ins Frühjahr.

  • Gründliche Reinigung: Entferne alle Lebensmittel und reinige alle Oberflächen. Auch kleine Krümel können Schimmel oder Ungeziefer anziehen. Räume außerdem alle Vorräte aus dem Camper, die nicht frostsicher sind oder bei Frost platzen könnten, z.B. Wasserflaschen aus Glas etc.
  • Kühlschrank abtauen: Lasse die Tür offen stehen, damit Restfeuchtigkeit entweichen kann. So vermeidest du üble Gerüche oder Schimmelbildung.
  • Textilien lagern: Nimm alle Kissen, Decken und Handtücher mit nach Hause oder lagere sie trocken im Camper. So bleiben sie frisch für die nächste Saison.

3. Batterie im Winter: Abklemmen und richtig lagern

Die richtige Pflege deiner Batterien sorgt für lange Lebensdauer.

  • Batterien abklemmen: Vermeide Tiefentladung, indem du die Batterien abklemmst. Wenn möglich, lade sie alle paar Wochen auf und lagere sie bei Zimmertemperatur.
  • Geräte ausschalten: Ziehe alle Stecker und entferne Batterien aus Geräten wie Rauchmeldern oder Fernbedienungen, um unnötigen Stromverbrauch zu vermeiden.
     

4. Außenpflege: Waschen, Dichtungen, Reifen

Dein Camper braucht auch von außen etwas Aufmerksamkeit.

  • Fahrzeug waschen: Vor dem Winter sollten Schmutz, Salz und Insektenreste entfernt werden, vor allem am Unterboden. So vermeidest du Korrosion.
  • Dichtungen pflegen: Gummidichtungen können durch Kälte spröde werden. Behandle sie mit Silikonspray, damit sie geschmeidig bleiben.
  • Reifen schonen: Erhöhe den Reifendruck leicht, um das "Plattstehen" zu verhindern, oder nutze Auffahrkeile, um die Reifen zu entlasten.
  • Fährst du im Winter, brauchst du Reifen mit Alpine-Symbol (Schneeflocke vor Bergpiktogramm). Reine M+S-Reifen ohne dieses Symbol gelten nach aktueller Rechtslage nicht mehr als Winterreifen.
     

5. Plane und Belüftung: Schutz vor Schnee und Kondenswasser

Ein passender Wetterschutz hilft, deinen Camper lange in Schuss zu halten.

  • Abdeckung verwenden: Eine atmungsaktive Plane schützt vor Schnee, Eis und UV-Strahlung. Sie sorgt dafür, dass der Lack auch nach dem Winter noch glänzt. Alternativ kannst du das Fahrzeug natürlich auch trocken unterstellen.
  • Belüftung sicherstellen: Öffne Lüftungsklappen oder Fenster einen Spalt, um Kondensation und Schimmelbildung vorzubeugen.
     

6. Winterabenteuer: So fährst du auch bei Frost

Besonders wichtig, wenn du mit deinem Camper auch im Winter regelmäßig zu neuen Abenteuern aufbrechen möchtest:

  • Durchheizen: Im Winter sollte dein Wohnmobil, Urban Camper oder Camper Van regelmäßig durchgeheizt werden. Das bedeutet: Heizung an und dafür sorgen, dass alle Ecken des Fahrzeugs gut durchwärmt werden. So verhinderst du, dass sich Kondenswasser bildet und Feuchtigkeit im Innenraum entsteht, die langfristig zu Schimmel oder Rost führen kann. 
  • Diesel-Standheizung: Falls du eine Diesel-Standheizung in deinem Fahrzeug hast, sollte diese niemals über längere Zeit auf kleiner Flamme laufen. Stattdessen solltest du sie regelmäßig für etwa 30 Minuten auf volle Leistung schalten. Dadurch wird die Brennkammer des Dieselbrenners freigebrannt und es sammelt sich kein Ruß an, der die Funktion beeinträchtigen könnte.
  • Winterdiesel tanken: Achte darauf, rechtzeitig Winterdiesel zu tanken. Sommerdiesel kann bei Temperaturen unter 0°C gefrieren und das Fahrzeug lahmlegen. Um auf Nummer sicher zu gehen, plane deine Tankstopps so, dass du rechtzeitig Winterdiesel bekommst – dieser ist speziell für niedrige Temperaturen ausgelegt und verhindert das Verklumpen des Kraftstoffs.
  • Dieselfilter wechseln im Notfall: Falls du doch einmal mit Sommerdiesel unterwegs bist und dein Fahrzeug stehenbleibt, weil der Diesel gefroren ist, gibt es eine Lösung: Es ist ratsam, einen Vor- und Hauptdieselfilter passend zu deinem Fahrzeug dabeizuhaben. Im Notfall kannst du den ADAC rufen, um diese Filter vor Ort wechseln zu lassen und so hoffentlich schnell wieder weiterfahren.
  • Ausstattung für Schnee & Frost: Denk außerdem unbedingt an Schneeketten und Besen bzw. Kratzer. Der Besen darf auch gerne einen langen Stiel haben, damit du das Dach von Schnee befreien kannst bei Bedarf.
     

Camper einwintern im Video: Die CROSSCAMP Winter-Tipps

Lieber zuschauen als lesen? In unserer YouTube-Playlist CROSSCAMP Winter-Tipps erfährst du in zwei Videos, was du tun kannst, damit dein CROSSCAMP EXPDN und CROSSCAMP ELMNT möglichst gut durch den Winter kommen.

Ideal als Ergänzung zur Checkliste: erst ansehen, dann loslegen.

 

Dos und Don’ts beim Einwintern deines Campers

Dos | Das solltest du tun:

  • Frostschutzmittel: Gib ein freigegebenes Frostschutzmittel in Abflüsse und Toilette. Welches das ist, steht in der Betriebsanleitung.

  • Notizen machen: Halte fest, was du alles erledigt hast. So weißt du im Frühjahr genau, was noch zu tun ist.

  • Tank füllen: Ein voller Treibstofftank verhindert die Korrosion im Inneren.

  • Feuchtigkeit absorbieren: Stelle Schalen mit Salz oder Reis auf, um überschüssige Feuchtigkeit zu binden.

  • Schädlingsabwehr: Lavendelsäckchen oder Zedernholz halten ungebetene Gäste fern.

  • Gasanlage sichern: Schließe das Ventil der Gasflasche und trenne sie komplett vom System. Prüfe auch, ob alle Gasleitungen und -anschlüsse dicht sind.

  • Regelmäßige Kontrollen: Schau ab und zu nach dem Rechten – besonders nach starken Stürmen oder Schneefall.

 

Don’ts | Das lässt du besser bleiben:

  • Lebensmittel im Camper lassen: Sie ziehen Schädlinge an und können verderben.

  • Strom angeschlossen lassen: Das erhöht die Brandgefahr und kann Batterien schädigen.

  • Fenster und Türen komplett abdichten: Ohne Belüftung steigt die Schimmelgefahr enorm.
     

Fazit: So überwintert dein CROSSCAMP ohne Überraschungen

Wasser raus, Batterie ab, Plane drauf, Luft dran: Dann wartet dein CROSSCAMP im Frühjahr geduldig auf dich und startet ohne Überraschungen in die neue Saison. Und wenn dir die Pause zu lang wird? Mit der richtigen Ausrüstung startest du auch im Winter in deine nächste Camping-Traumreise.

Häufige Fragen zum Thema Einwintern 

  • Dann, wenn deine letzte Fahrt des Jahres gemacht ist und der erste Frost ansteht. Plane das Einwintern so, dass das Wasser raus ist, bevor es dauerhaft kalt wird. Der letzte Herbstausflug eignet sich gut als Generalprobe.

  • In sechs Schritten: Wassersystem entleeren, Innenraum ausräumen und reinigen, Batterien abklemmen, außen pflegen, mit einer atmungsaktiven Plane abdecken und für Belüftung sorgen. Fährst du im Winter, kommen Heizung, Winterdiesel und passende Reifen dazu.

  • Öffne alle Wasserhähne, entleere Frisch- und Abwassertank und lass die Wasserpumpe leerlaufen. Restwasser in den Leitungen entfernst du mit Druckluft oder einer speziellen Pumpe. Lass Hähne und Tankentleerung ein paar Tage offen, damit beim Fahren die letzten Reste abfließen.

  • Wir empfehlen, die Batterie deines Campers im Winter abzuklemmen, damit sie sich nicht tiefentlädt. Klemme also die Batterien ab, lade sie wenn möglich alle paar Wochen auf und lagere sie grundsätzlich bei Zimmertemperatur. Ziehe außerdem alle Stecker und nimm die Batterien aus Geräten wie Rauchmeldern.

  • Ja, wenn du ihn schützt. Eine atmungsaktive Plane hält Schnee, Eis und UV-Strahlung ab. Zusätzlich öffnest du Lüftungsklappen oder Fenster einen Spalt, damit sich kein Kondenswasser und kein Schimmel bilden. Noch besser steht er trocken untergestellt.

     

  • Heize den Innenraum regelmäßig komplett durch, tanke rechtzeitig Winterdiesel und schalte eine Diesel-Standheizung regelmäßig für etwa 30 Minuten auf volle Leistung. Fahre mit Reifen mit Alpine-Symbol und habe Schneeketten, Besen und Eiskratzer an Bord.